Das werksseitige Aufstelldach des e-Vansters lässt sich mit einem Dachträger nachrüsten. Üblicherweise kommen dafür C-Profile mit passenden Klemmen zum Einsatz. Wir wollten das Dach aber möglichst flexibel nutzen und haben uns deshalb für Airlineschienen in den bereits vorhandenen Aussparungen entschieden.

Für Airlineschienen gibt es nicht nur Dachträger, sondern auch viel praktisches Zubehör: Zurrösen, Halterungen für Antennen oder Befestigungspunkte für ein Tarp. Unsere Schienen haben zusätzlich eine integrierte Kederschiene. Damit kann bei Regen oder starker Sonne schnell ein Tarp seitlich am Fahrzeug eingezogen werden.

Verkleben der Schienen

Die Airlineschienen wurden ausschließlich verklebt. Wir wollten bewusst vermeiden, zusätzliche Löcher in das Aufstelldach zu bohren. Verwendet haben wir Sikaflex 554 mit passendem Aktivator. Vor dem Verkleben wurden sowohl die Schienen als auch die Dachfläche angeschliffen und sorgfältig vorbereitet.

Wichtig war uns außerdem, die vom Hersteller vorgesehene Klebstoffschicht einzuhalten. Die Schienen sollen nicht einfach möglichst fest auf das Dach gepresst werden, sondern mit einer gleichmäßigen Kleberschicht verbunden sein.

Der Dachträger ist in erster Linie für das Solarpanel gedacht. Gelegentlich soll auch ein Surfboard mitfahren. Sehr schwere Dachlasten sind nicht vorgesehen, zum einen benötigen wir sie nicht, zum anderen soll das Aufstelldach weiterhin problemlos nutzbar bleiben.

Flexibles 210-Watt-Modul

Als Solarpanel verwenden wir ein flexibles 210-Watt-Modul von Zendure. Es wiegt rund 4,5 kg, ist nur etwa 2,5 mm stark und misst ungefähr 108,3 × 110,4 cm. Damit passt es gut zu unserem Ziel, möglichst wenig zusätzliche Höhe auf dem Fahrzeugdach aufzubauen.

Das ist für uns besonders wichtig, weil der Bus regelmäßig in einer Tiefgarage steht. Ein klassisches Glasmodul mit hoher Halterung wäre dafür ungeeignet gewesen.

Die Abmessungen des Panels passen so gut zum Dachträger, dass es bündig verschraubt werden konnte. Auf eine vollflächige Verklebung haben wir bewusst verzichtet: Sollte das Modul einmal defekt sein oder gewartet werden müssen, lässt es sich so deutlich einfacher wieder abnehmen. Nur die vordere Kante haben wir mit einem schmalen Streifen Sikaflex gesichert, damit sie sauber am Dach anliegt und sich während der Fahrt nicht anhebt.