Das Konzept ist Stealth: Wiebke steht selten auf Campingplätzen, sondern gern auf freien Parkplätzen in Städten oder in der Natur — der Ausbau musste unauffällig bleiben und vor Regen, Wind und Kälte schützen. Entstanden ist ein cleveres Steck- und Schraubsystem: Bodenplatte mit Pappschablonen zugesägt, Sperrholzwände mit „Schranksäcken“, zwei Bänke plus Truhe, daraus ein Bett von 1,80 × 1,40 m quer durchs ganze Auto — und unter dem mittleren, verschiebbaren Bettteil steht nachts die Camping-Toilette, erreichbar, ohne den Partner wecken zu müssen.

Die Küche lebt in einer Bank: Edelstahl-Schüssel als Waschbecken, Wasser aus einem 3-Liter-Spender per Schwerkraft, Kartuschenkocher mit Brandschutz-Kachel. Strom kommt aus einer mobilen Jackery-Powerstation — geladen wird während der Fahrt, an der 230-V-Steckdose oder per Spezialadapter an E-Auto-Ladesäulen. Alles ist fest verschraubt, und alles ist mit 16 Schrauben wieder ausbaubar.

Die komplette Materialrechnung liegt bei rund 1.550 € — Wiebke legt sie genauso offen wie alle Tricks und Maße. Diese Story zeigt, wie wenig man für ein kleines, feines Reisezuhause wirklich braucht.