Am Anfang stand eigentlich gar nicht der Wunsch nach einem Camper. Wir hatten uns E-Bikes gekauft — und plötzlich war unser kleiner Corsa schlicht zu klein, um die Fahrräder vernünftig zu transportieren. Ein neues Auto musste her: mit Anhängerkupplung, alltagstauglich und gleichzeitig praktisch genug für alles, was rund um unser Haus und unseren Garten so anfällt.
Ein klassischer Transporter schied schnell aus, weil er für unseren Alltag einfach zu wenig flexibel gewesen wäre. Dann tauchte der Caddy auf. Bei der Suche fanden wir im Internet immer mehr Bilder von Caddys, die zu kleinen Campern ausgebaut worden waren. Genau diese Art zu reisen gefiel uns: klein, flexibel, spontan und trotzdem mit einem richtigen Bett.
Also suchten wir ganz gezielt nach einem Caddy Maxi — und wurden schnell fündig. Unser Caddy war ein Leasingrückläufer, hatte 93.000 Kilometer gelaufen und war vorher als Werkstattwagen unterwegs. Er hatte bereits eine Bodenplatte mit Schienensystem und ein Gitter hinter den Sitzen. Mit fünf Sitzplätzen war er außerdem weiterhin alltagstauglich.
Abgeholt haben wir ihn in Berlin. Noch im Autohaus bekam er seinen Namen: „Oscar". Seitdem ist aus dem ehemaligen Werkstattwagen ein fester Bestandteil unseres Reisens geworden.
Geplant haben wir den Ausbau gemeinsam, und jeder hat seine Ideen eingebracht. Zuerst wurde unendlich viel im Internet geschaut, und Bettina wollte sogar eine Zeichnung anfertigen — diese Idee war allerdings schnell wieder verworfen: zu viele Rundungen und zu wenig Papier dafür. Stattdessen entstanden Schablonen aus Karton und Zeitungspapier. Damit konnten wir die Formen direkt im Caddy anpassen und nach und nach die passenden Teile entwickeln. Diese Vorgehensweise war für uns besonders praktisch, weil kaum etwas im Fahrzeug wirklich gerade oder rechteckig ist.
Selbstausbau Academy
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